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Familienwallfahrt auf den Sonntagberg

Familienwallfahrt auf den Sonntagberg

Hunderte Menschen folgten der Einladung und dem Aufruf von Bischof DDr. Klaus Küng zur Familienwallfahrt am Dreifaltigkeitssonntag, dem 11. Juni auf den Sonntagberg. Diese Wallfahrt unter dem Motto "Gott bewegt uns" ist eine Fortführung des Mitteleuropäischen Katholikentages von 2004. Manche Pfarren waren mit Autobussen angereist, etwa aus Traunstein, Zwettl oder Emmersdorf. Viele Wallfahrer kamen mit eigenen Fahrzeugen; sie hatten diese Wallfahrt mit einem Familienausflug verbunden.

"Im Zeichen der unendlichen Liebe Gottes pilgern wir in einer diözesanweiten Familienwallfahrt zum Sonntagberg und vereinen uns dabei mit den Gläubigen aller Diözesen, die am Mitteleuropäischen Katholikentag teilgenommen haben", hatte der Bischof in seiner Einladung gesagt. So wurden auch an diesem Tag in mehreren Diözesen Familienwallfahrten durchgeführt.
Die Pilger, die auf den Sonntagberg gekommen waren, versammelten sich am Platz unterhalb der Basilika. Mit dabei auch zahlreiche Priester aus den Pfarren sowie Abt Berthold Heigl, Generalvikar Leopold Schagerl, der Direktor des Pastoralamtes Wilfried Kreuth und Familienseelsorger Dechant Wolfgang Payrich.

Beten und Bitten für die Familien

In seiner Begrüßung dankte der Bischof den Anwesenden für Ihr Kommen und rief auf, für die Familien zu beten und zu bitten. "Auch für jene, die Schwierigkeiten in ihrer Familie haben, damit sie nicht verzagen und für all jene, die an der Familie leider und deren Familien zerbrochen sind", sagte er. "Nutzen wir diese Wallfahrt voll Vertrauen, um unsere Bitten vorzutragen - und für den Auftrag, den Jesus uns erteilt hat", rief er die Anwesenden auf.
Auch Abt Berhold Heigl hieß die Wallfahrer als Hausherr und im Namen der Pfarre willkommen. Seit Jahrhunderten seien Menschen auf diesen Berg gepilgert, um zu beten und zu bitten. "Beten wir, damit viel Segen von hier hinunter strömt in die Ebenen des Lebens", sagte er.
Mit der Vortragestatue der Dreifaltigkeit zogen die Pilger den steilen Weg zur Basilika hinauf. Singend und betend zogen sie in die Kirche ein. Der Chor "Canto vivo" aus Wieselburg, der schon am Platz gesungen hatte, unterstützte das gemeinsame Singen bei der heiligen Messe.

Die Berufung des Menschen ist die Liebe

In seiner Predigt (Predigt im Wortlaut) stellte der Bischof fest, es sei richtig, mit den Anliegen der Familie auf den Sonntagberg zu pilgern. Gottes Wesen, das sich in der Dreifaltigkeit zeige, sei die Liebe und so sei auch der Mensch zur Liebe bestimmt. Dies sei "unser aller Berufung", betonte der Bischof. "Wenn wir uns Gott zuwenden, empfangen wir in unseren Sehnsüchten, aber auch in unseren Verletzungen und Schwierigkeiten Trost und Zuversicht". Und er rief alle auf, sich einander zu stärken und zu ermuntern, den Weg mit Jesus zu gehen, damit er auch gelinge.
Der Bischof betonte aber auch, es sei irrig zu meinen, dass die Ehe wie sie die Kirche lehre, ein überholtes Ideal sei. Gott wisse zwar um die Schwierigkeiten und Schwächen. Auf jedem Weg bilden sich Risse, verglich der Bischof. Doch gerade deshalb sei Gott in der Nähe und bringe den Menschen Versöhnung und Heilung. Wer sich auf Jesus einlasse und den Weg der Liebe suche, der erfahre, dass Gott sein Herz weit mache.

"Zeichen des Lebens" am Altar

Bei der Gabenprozession brachten Jugendliche, Männer und Frauen symbolische Gaben zum Altar, etwa eine Bibel, Boxhandschuhe, eine Blume, eine Kerze, Eheringe, einen Ball, einen Knoten, aber auch einen zerbrochenen Teller, eine Wärmeflasche sowie Brot und Wein. So bedeute die Bibel, in Kontakt mit Gott zu treten, die Boxhandschuhe, dass man auch im Nachdenken über einen Streit Gott erfahren könne, die Blume sei ein Zeichen der Versöhnung und der Ball drücke aus, seine Freude mit Gott zu teilen.
Bei den Seitenaltären in der Kirche hatten Familienorganisationen, die in der Diözese tätig sind, Informationsmaterial aufgelegt und verteilt. So das Referat Familienpastoral, die Charismatische Erneuerung, die Fokolare-Bewegung, der Katholische Familienverband, Marriage Encounter, die Schönstatt-Familien, der Familienfonds der Diözese und auch die Katholische Aktion mit ihrer Initiative "Rainbows".
Vor der Kirche, auf der sonnigen Südseite, gab es zum Abschluss eine Agape mit Most, Fruchtsaft und Brot.


Kontakt: presse.stpoelten@kirche.at