| Unter dem Titel „Ikone
der Vision – Das Heiligenbild“ präsentiert Prof. Ernst Fuchs vom
2. Juli bis 17. August 2002 eigene Werke im Bischöflichen Sommerrefektorium.
Der Künstler ist Mitbegründer und prominentestes Mitglied der
"Wiener Schule des Phantastischen Realismus".
Ernst Fuchs ist Mitbegründer
und prominentestes Mitglied der "Wiener Schule des Phantastischen Realismus".
Der Künstler hat es sich zur Aufgabe gemacht, aus der Bildwelt seiner
Vorstellungskraft angewandte Kunst zu entwickeln, Kunst, die den Lebensraum
des Menschen menschenwürdiger macht.
Öffnungszeiten:
Die Ausstellung im Sommerrefektorium
des Bistumsgebäudes am Domplatz 1 in St. Pölten ist vom 2.
Juli bis 17. August 2002, von Dienstag bis Samstag von 11.00
Uhr bis 17.00 Uhr und am Sonntag von 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr
geöffnet.
Zugang über den Domplatz
oder Bischofsteich-Bischofsallee.
Biographie:
1930
Ernst Fuchs wird am 13.
Februar als einziges Kind von Maximilian und Leopoldine Fuchs in Wien geboren;
Vater und Großvater sind jüdischen Glaubens.
1930 - 1945
Emigration des Großvaters
in die USA und des Vaters nach Shanghai. Mehrere Familienmitglieder kommen
im Holocaust um. Ernst Fuchs ist als "Mischling 1. Grades" zahlreichen
Diskriminierungen ausgesetzt.
1942
Der 12jährige wird
römisch-katholisch getauft.
1945
Studium an der Akademie
der Bildenden Künste unter Professor Albert Paris von Gütersloh.
1948
Gründung der "Wiener
Schule des Phantastischen Realismus" zusammen mit Wolfgang Hutter,
Arik Brauer, Rudolf Hausner und Anton Lehmden.
1950
Ernst Fuchs geht für
zwölf Jahre nach Paris. Bedeutende Künstlerfreundschaften mit
Salvador Dali, Jean Cocteau und mit dem Kreis um Jean-Paul Sartre entstehen.
1957
Ernst Fuchs zieht sich für
Monate in das Kloster "Dormitio" in Jerusalem zurück, beginnt seine
monumentale "Abendmahl"- Darstellung im Refektorium.
1966
"Architectura Caelestis",
Buchausgabe mit Architektur-Entwürfen und Modellen. Monumentalskulpturen
"Esther", "Moses" und "Christophorus".
1974 - 1978
Arbeiten für Film und
Bühne, Ausstattung der Opern "Parsival" und "Zauberflöte" in
Hamburg, "Lohengrin" in München und des Balletts "Josephslegende"
von Richard Strauss in Wien.
1979 - 1982
Fertigstellung der großen
Gemälde-Kompositionen für die Villa Wagner. Ernst Fuchs signiert
als "Feuer-Fuchs" Heiligenbild-Paraphrasen.
1981 - 1982
Schallplattenaufnahmen "Von
Jahwe", "Via Dolorosa", Gesänge von Ernst Fuchs.
1980 – 1988
Internationale Einzelausstellungen.
Ernst Fuchs-Retrospektive im Palazzo "Piagiani" in Venedig.
1988
100. Geburtstag der Villa
Wagner. Eröffnung als Privatmuseum und als Sammlung Ernst Fuchs.
1990 - 2000
"Apokalypse-Zyklus" in der
Kapelle der Stadtpfarrkirche Klagenfurt.
1994
Einweihung der von Ernst
Fuchs architektonisch gestalteten St.Jakobuskirche in Thal bei Graz.
1993 - 1997
Arbeiten "Apokalypse-Zyklus",
12 großformatige Ölbilder.
1996
"Paradiso" monumentale Bildkomposition
Gestaltung und Ausstattung
der Bibel.
1996 - 1998
"Religion und Mythos", Wanderausstellung.
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