Ihr habt Anteil am Lehramt der Kirche
Sendungsfeier für die neuen Religionslehrerinnen und Religionslehrer

Dreißig neue Religionslehrerinnen und Religionslehrer erhielten bei der Sendungsfeier am 30. September im Rahmen eines Gottesdienstes mit Bischof Dr. Kurt Krenn die Beauftragung zu ihrem Dienst.

Heute werde oft von Kompetenz gesprochen, sagte der Bischof in seiner Predigt. Kompetenz sei zwar wichtig, doch für die Verkündigung zu wenig. Der Religionslehrer werde nicht aufgrund seiner Kompetenz gesandt, sondern weil er im Auftrag der Kirche stehe, sagte der Bischof. Er müsse den Menschen sagen können, wer Gott sei, was der Wille Gottes und wer der Mensch sei.
„Wir liegen heute in einem harten Konkurrenzkampf mit anderen“, die den Menschen vieles versprechen, wies der Bischof hin. Aber nur, wer dem Menschen sagen könne, wer er wirklich sei und wohin er gehe, dem werden die Menschen auch folgen, führte Bischof Krenn aus. „Wir sind gekommen, um Antworten zu geben und nicht, um Fragen zu stellen“, wies er die Religionslehrer hin. Auch wenn sie selbst noch oft Fragende seien, die nach Antworten suchen.

Religionslehrer sein sei eine Berufung, und Berufung sei Erwählung, sagte Bischof Krenn. Dieser Beruf dürfe „nicht irgendein Job sein, für den ihr gelernt habt. Vielmehr hat euch Gott erwählt, damit ihr den Menschen verkündet und sie zum Heil führt“. Und er rief die Religionslehrer auf, der Wahrheit Raum zu geben und sich nicht zu scheuen, von dieser Wahrheit auch zu sprechen. 
Als „Lehrer des Glaubens“ seien die Religionslehrer von Christus gesendet, aber auch von der Kirche und vom Bischof. So müssen sie in ihren Aussagen mit Kirche und Bischof übereinstimmen, denn sie haben in diesem Maße auch Anteil am Lehramt der Kirche. 
Der Bischof bat die anwesenden Religionslehrer, den Kindern in den Schulen ein „Gehör für das Wesentliche und Wichtige“ im Leben zu geben, und das sei der Glaube.