Auch Sport ist Gottesdienst
50 Jahre Diözesansportgemeinschaft  St. Pölten

"Sport treiben, Gott lieben und den Menschen achten" - unter dieses Motto stellte Bischof Dr. Kurt Krenn seine Ansprache zum 50-jährigen Bestandsjubiläum der Diözesan-Sport-Gemeinschaft (DSG) St. Pölten.

Auch der Sport sei "ein Gottesdienst, ein Dienst an der Würde des Menschen". Wer im anderen die Würde des Menschen sieht, werde fair sein und sich an die Regeln halten, sagte Diözesan- und „Sport"-Bischof Dr. Kurt Krenn bei der Jubiläumsfeier im Bildungshaus St. Hippolyt in St. Pölten.
„Ich freue mich mit euch über jeden Erfolg, den ihr erlebt", sagte Bischof Krenn. Aber Erfolg und Gesundheit seien nur das zweitwichtigste Ziel. „Das wichtigste ist: die Bereitschaft, Gottes Willen zu tun". Er rief die Sporttreibenden auf: „Was ihr tut, tut alles für Christus, für seine Kirche". Der gemeinsame Bezugspunkt für Kirche und Sport sei allein der Mensch. Kirche und Sport tragen beide durch das Angebot ihrer Dienste zur gesamtmenschlichen Entfaltung bei, wies er hin.

Staatsmeistertitel und Rekorde
Die Diözesansportgemeinschaft (DSG) wurde 1952 ins Leben gerufen. Die damalige Union Katholische Jugend (UKJ) war damit die offizielle kirchliche Sportorganisation - ein gemeinsamer Rahmen für zahlreiche Aktivitäten verschiedener Sportgruppen wie Jugendsporttage und Schimeisterschaften. Aus einer der Sportgruppen entstand die Basketballgruppe UKJ St. Pölten, die inzwischen oftmaliger Staatsmeister geworden ist. Erfolge stellten sich auch bei den Leichtathleten ein, deren beste Talente damals aus den Stiftsgymnasien kamen. Heinz-Georg Kamler von der UKJ Seitenstetten lief österreichische Rekorde und Bernhard Haas siegte im Leichtathletik-Dreikampf der Jugend.
Mitte der 70-er Jahre ging die DSG St. Pölten mit Angeboten für Senioren neue Wege. Großer Beliebtheit erfreuen sich die Angebote für Familien und die Sommersportwochen für Großeltern und Enkelkinder. In jüngerer Zeit wird - in Zusammenarbeit mit der Caritas - für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung Sport als Lebenshilfe angeboten.

Integrations-Spielefest am 6. Oktober
Beim Integrationsspielefest am 6. Oktober in Wieselburg konnte auch das schlechte Wetter der guten Stimmung keinen Abbruch tun. Bei einem Rollstuhl- und Pedalo-Parcours, dem Zirkuskoffer, einem Schmink-Workshop sowie einer Stickermaschine herrschte großer Andrang. 
Die als Ersatz für die verhinderte steirische Priesterauswahl angetretene Mannschaft HC-Phantasia besiegte in einem Benefizturnier die Priesterfussballer-Elf mit 5:3. Das Team „Kirche und Sport“ musste sich den Erlauftal-Senioren gar mit 5:0 geschlagen geben. Der Reinerlös der Veranstaltung wird für die Integration von mental Behinderten durch Spiel und Sport verwendet.