Privatschulen im Gespräch
Direktoren und Schulerhalter von kath. Privatschulen beim Bischof

Die Anliegen und Wünsche der katholischen Privatschulen waren auch Thema des jüngsten Treffens der Schuldirektoren und Schulerhalter katholischer Privatschulen am 18. Februar mit Bischof Dr. Kurt Krenn.
In der Diözese St. Pölten gibt es insgesamt 21 katholische Privatschulen. Davon sind fünf Volksschulen, ebensoviele Hauptschulen, vier Allgemeinbildende Höhere Schulen und sieben Berufsbildende Höhere und Mittlere Schulen. Derzeit werden insgesamt 5067 Schülerinnen und Schüler unterrichtet.

Bischof Dr. Kurt Krenn zeigt sich bei der Vorstellung der einzelnen Schulen über die große Vielfalt der Lehr- und Projektangebote sowie über die zusätzlichen Schulaktivitäten erfreut. So wird als zeitgemäßer Unterricht bereits durchwegs Informatik angeboten, Fremdsprachen und musische Fächer besonders gefördert und auf Ökologie starke Akzente gesetzt. Einige der Schulen haben ein angeschlossenes Internat oder einen Hort oder bieten aus der eigenen Schulküche den Schülerinnen und Schülern günstige Mittagsmahlzeiten an. Als weitere Initiativen gibt es an einem Gymnasium bereits einen „Schulseelsorger“, an anderen werden jährlich Schülerwallfahrten oder Orientierungstage durchgeführt oder auch Projekte wie „gemeinsam leben – gemeinsam lernen“ besonders gepflegt.

Ein großes Problem sei für die privaten Schulen unter anderem die Finanzierung. Durch verschiedene Kürzungen seitens des Staates, vor allem bei den Nebenleistungen, sind nun die Schulerhalter finanziell überfordert. Zusätzliche Projekte und moderne Ausstattungen seien ohne Hilfe von Elternvereinen, Unterstützungsvereinen und Sponsorfirmen kaum mehr finanzierbar, wurde beklagt. 
Bischof Dr. Kurt Krenn wies in seinen Worten darauf hin, dass nach dem neuen Kirchenrecht die Diözese die Oberaufsicht und Verantwortung für die katholischen Privatschulen habe, die als „apostolisches Werk“ gelten. Ein großes Anliegen sei ihm, dass die Ordensgemeinschaften, vor allem die Frauenorden, genügend Nachwuchs haben, um ihre Tätigkeit in der schulischen Erziehung aufrecht halten zu können.