Ständige Ausstellung
Das Museum wurde 1888 gegründet und bietet einen repräsentativen Querschnitt durch das Kunstschaffen der Diözese. Es zeigt vor allem gotische Skulpturen und Tafelbilder sowie Werke bekannter Barockkünstler (J.M Rottmayr, Daniel Gran, Kremser Schmidt, etc.).
Miteingebunden sind die ehemalige Stiftsbibliothek mit Fresken von Paul Troger und das bischöfliche Oratorium.
Sonderausstellung im Diözesanmuseum zum 850-Jahr-Jubiläum St. Pöltens
St. Pölten, die „jüngste Landeshauptstadt und älteste Stadt Österreichs“, feiert heuer die Verleihung des Stadtrechtes vor 850 Jahren. Das Diözesanmuseum thematisiert in der Sonderausstellung „Sant Ypoelten – Stift und Stadt im Mittelalter“ die wechselhaften Beziehungen zwischen dem Hippolytkloster und der städtischen Siedlung im Mittelalter.
Ausgehend von römischen und frühmittelalterlichen Grundlagen stellt die Ausstellung die Gründungsgeschichte des Klosters, die Biographie des namensgebenden heiligen Hippolytus und die Traditionen seiner Verehrung vor. Im historischen Teil der Ausstellung werden auch die Bezüge der Stiftung zum Mutterkloster Tegernsee und zum Bistum Passau sowie die bauliche Entwicklung des Klosterkomplexes untersucht.
Eine Urkunde des Passauer Bischofs Konrad II. aus dem Jahre 1159 dokumentiert die Erteilung der einem Stadtrecht ähnlichen Privilegien an die St. Pöltner Bürger. „Auf dieser Grundlage werden die Entwicklung und der Status der mittelalterlichen Stadt in ihren vielfältigen Facetten thematisiert“, erklärt Dr. Wolfgang Huber, Direktor des Diözesanmuseums, zur Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Archäologischen Institut konzipiert wurde. Die zahlreichen Objekte, die bei archäologischen Grabungen in den letzten zwanzig Jahren gefunden wurden, ermöglichen ein anschauliches und spannendes Bild des Lebens in der mittelalterlichen Stadt.
Im Ambiente der barocken Stiftsbibliothek zeigt die Schau Erzeugnisse des Skriptoriums, das sich im Mittelalter hier befand, und seiner Buchmalerschule. In diesem Rahmen werden auch Werke des mittelalterlichen Kirchengesangs, wie die vermutlich hier entstandene Hippolytussequenz, präsentiert.
Der Ausstellungstitel „Sant Ypoelten“ greift eine urkundliche Nennung der Stadt aus dem Jahr 1399 auf, in der die sprachliche Entwicklung der spätmittelalterlichen Ortsbezeichnung zum heutigen Stadtnamen nachvollziehbar wird. Darin spiegelt sich auch die enge Beziehung des ehemaligen Hippolytklosters zu der städtischen Siedlung, die im Verlauf des Hochmittelalters in dessen Nähe entstanden war.
Öffnungszeiten:
5. Mai bis 31. Oktober
Dienstag bis Freitag: 10 – 12 und 14 – 17 Uhr
Samstag: 10 – 13 Uhr
Eintritt: € 4 (ermäßigt € 3)