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Diözesanwallfahrt 2000

Auf der "Insel der Zuversicht"
Diözesanwallfahrt auf den Spuren des Apostels Paulus

Diözesanwallfahrt MaltaNach der achttägigen Pilgerreise sind die Teilnehmer der Diözesanwallfahrt nach Malta wieder wohlbehalten zurückgekehrt. Unter den 82 Pilgern war die Gruppe aus Purgstall mit 17 Teilnehmern die größte.
„Insel der Zuversicht“ wird Malta von vielen genannt. Auch für den Völkerapostel Paulus war diese Insel Hoffnung und Zuversicht, als das Schiff, auf dem er sich befand, nach tagelangen schweren Stürmen auf See im Jahre 60 n. Chr. auf dieser Insel strandete und Paulus mit seinen Begleitern dort überwintern musste


Paulus fand durch Gott seinen neuen Lebensweg
„Dieses Ereignis des Schiffbruchs ist auch die Überschrift über dieser Wallfahrt“, wies der geistliche Leiter der Wallfahrt, Bischofsvikar Msgr. Wilfried Kreuth bei der ersten Messe in der Marienkirche von Mosta hin. Durch die Begegnung mit dem Herrn habe Paulus sein Leben vollkommen geändert und konnte durch die Kraft, die ihm Gott gab, seinen neuen Lebensweg gehen. Auch diese Wallfahrt, so Kreuth, sei nicht nur ein frommer Brauch. Sie sei ein Zeichen des gemeinsamen Unterwegs-Seins, wobei Gott das Ziel ist. Die Tage der Wallfahrt sollen daher auch Tage der Stärkung für jeden Teilnehmer sein.

Eindrucksvolle Zeugnisse der jahrtausendealten Geschichte
Mit seinen zahlreichen Kirchen und Kapellen gibt Malta ein eindrucksvolles Zeugnis seiner fast 2000 Jahre alten christlichen Geschichte. Als Paulus einst auf dieser Insel überwintern musste, bekehrten sich viele Bewohner zum Christentum und ließen sich taufen. Noch heute spürt man diese Frömmigkeit in der tiefen Heiligenverehrung der Bewohner, die diese Patronatsfeste ihrer Kirchen mit großem Aufwand und bunten Festen begehen. Auch in den weit über 300 Kirchen und Kapellen der Insel ist dieses Erbe noch sichtbar. In den kleinen malerischen Fischerdörfern wird überall noch der einfache und genügsame Lebensstil der Bewohner spürbar. 
Wuchtig zeigten sich im Gegensatz dazu bei der Hafenrundfahrt in Valetta die monumentalen Mauern der Befestigungsanlagen. Der Johanniterorden erwählte diese Insel im frühen 16. Jahrhundert zu seinem Ordenssitz, als er sich aus dem östlichen Mittelmeer zurückziehen musste. Dennoch gelang ein Sieg über die vordringenden Türken, was damals für Europa von großer politischer Bedeutung war.

Wo Paulus strandete
Beeindruckt waren die Pilger von jener Stelle, an der einst Paulus an Land ging. Mit zwei Booten fuhren sie zur kleinen Felseninsel, wo einst Paulus mit dem Schiff gestrandet war. Der unruhige Wellengang an diesem sonnigen Tage konnte eine kleine Ahnung der Wucht des Meeres vermitteln, die Paulus einst getroffen hat. Es klang wie lebendig gewordene Erinnerung, als die Kapitel 27 und 28 der Apostelgeschichte vorgelesen wurden, in denen Lukas die Einzelheiten dieser Ereignisse schildert. Noch heute ist das Paulusdenkmal auf dieser Insel weithin sichtbar.
In der kleinen Stadt Rabat besuchten die Pilger die Pauluskapelle, wo sich auch Reliquien des Völkerapostels befinden sollen. In der darunter liegenden Paulusgrotte soll soll Paulus einst gefangengehalten worden sein. Unweit davon konnten auch die "Pauluskatakomben" mit den weit verzweigten Grabkammern besichtigt werden.

Gott hat mit jedem Menschen einen Plan
Die Pilger konnten auf der Mittelmeerinsel Malta, seit Jahrtausenden ein bedeutender Brückenkopf zwischen Europa, Asien und Afrika, auch die weit ältere Geschichte bestaunen, die sich in den monumentalen Resten der einstige Megalithkultur aus dem 3. vorchristlichen Jahrtausend zeigt. Die mächtigen Tempelreste von Hagar Qim geben Zeugnis dafür.
Beim letzten Gottesdienst auf der Insel in der Peter- und Pauls-Kathedrale in Mdina, zog Bischofsvikar Msgr. Wilfried Kreuth ein Resumee der Pilgerreise. Wie Gott einen Plan mit Paulus hatte, so hat er auch mit jedem Menschen einen Plan. Wie Paulus Freunde braucht, so braucht jeder Mensch Freunde im Glauben, die ihm auf seinem Lebensweg beistehen. Jeder soll sich bemühen, die Bereitschaft wachsen zu lassen, Gott seine Liebe zu zeigen.


Kontakt: presse.stpoelten@kirche.at