Diözesanwallfahrt 2002
"Auf den Spuren des heiligen Patrick"
Diözesanpilgerfahrt zu den Zeugen
frühchristlichen Glaubens
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Pilger aus der Diözese St. Pölten begaben sich vom 10.
bis 17. Juni auf die Spuren des Heiligen Patrick in Irland. Unter
Leitung des Direktors des Pastoralamtes, Bischofsvikar Msgr. Wilfried
Kreuth, besichtigten sie zahlreiche Orte und Ruinen ehemaligen Klöster,
die noch heute Zeugnis des einstigen Glaubens auf dieser Insel geben.
Spiegelbild des Lebens
Jede Wallfahrt ist ein Spiegelbild unseres Lebens, sagte
Kan. Kreuth zu den Teilnehmern der Reise. Patrick, einst von Seeräubern
entführt und auf Irland als Sklave gehalten, gelang die Flucht
und wurde Mönch. Jahre später kehrte er auf Gottes Geheiß
als Missionar nach Irland zurück und wurde Nachfolger des ersten
Bischofs des Landes. Seine unermüdliche Missionstätigkeit
bescherten der Insel bald den Namen Insel der Heiligen.
Patrick sah sich von Gott zum Apostel Irlands berufen. Er
ist für uns ein Vorbild, denn für ihn zählte die
Gnade Gottes und nicht seine eigenen Leistungen, sagte Kreuth.
Croagh Patrick
So waren die Pilger, die in drei Gruppen die Orte und Sehenswürdigkeiten
des Landes besuchten, auch beim heiligen Berg Irlands, dem Croagh
Patrick. Auf diesem 753 Meter hohen Berg soll der Heilige
40 Tage gefastet und gebetet haben. An seinem Fuße steht eine
Statue des Heiligen, wo die Pilger eine kleine Andacht zum Patron
der Insel hielten.
Weithin bekannt sind vor allem auch die steinernen Hochkreuze aus
frühchristlicher und mittelalterlicher Zeit, die in der ehemaligen
Klostersiedlung Clonmacnoise inmitten der Ruinen heute noch wie
Mahnmale in die Höhe ragen.
Wallfahrtsort Knock
Ein weiterer Höhepunkt der Reise war der Besuch des bekanntesten
Marienwallfahrtsortes der Insel, Knock. Dort soll im 19. Jahrhundert
Maria, Josef und der Evangelist Johannes 15 Personen aus dem Dorf
erschienen sein. Jährlich wird diese Stätte von eineinhalb
Millionen Pilgern besucht. Auch Papst Johannes Paul II. stattete
diesem Wallfahrtsort 1979 einen Besuch ab, um das 100. Jahrestag
der Erscheinung zu feiern. Die vor 28 Jahren neu errichtete Kirche
fasst über 6.000 Menschen. Die St. Pöltner Pilger konnten
dort eine irische Diözesanwallfahrt miterleben und sich von
der tiefen Gläubigkeit dieser Menschen überzeugen. Mit
Msgr. Leopold Schagerl feierte die St. Pöltner Gruppe dann
in der Wallfahrtskirche auch die Heilige Messe und am Samstag Abend
mit Pfarrer Lagler eine Marienandacht in der Sakramentskapelle.
Hochland, Klippen und Küste
Neben diesen geistlichen Zielen konnten die Pilger auch die einzigartige
Landschaft Irlands erleben. Seien es die Hochländer mit den
grünen Wiesen und Weiden und den unzähligen Schafen und
Rindern, seien es die schroff zum Meer abfallenden 120 bis 200 Meter
hohen Klippen von Moher oder auch das Freilichtmuseum von Bunratty
mit seinen alten Fischer- und Handwerkshäusern. Wenn auch die
ganze Woche von Regen gekennzeichnet war Einheimische sagten,
es regne bereits seit zwei Monaten so wirkten die meterhohen
blühenden Sträucher von Rhododendron und Fuchsien wie
eine gewaltige Blumenlandschaft auf die Besucher.
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