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Diözesanwallfahrt 2004 nach Tschechien und Polen
Wallfahrt vom 3. bis 7. Mai 2004 zu unseren Nachbarn: in die Partnerdiözese Königgrätz und nach Tschenstochau

Vom 3. bis 7. Mai 2004 fand die Wallfahrt des Pastoralamtes in die Partnerdiözese Königgrätz (Tschechien) und zum polnischen Marienwallfahrtsort Tschenstochau statt.

Nur einige Tage ist die erweiterte EU alt. Grund genug, für Pilger aus der Diözese St. Pölten, die Partnerdiözese Königgrätz sowie die Schwarzen Madonna von Tschenstochau und die Reliquien des heiligen Florian in Krakau zu besuchen. 75 Personen haben an dieser Diözesanwallfahrt 2004 vom 3. bis 7. Mai teilgenommen.

Schon der erste Tag führte über Tassvitze (Tasswitz), dem Geburtsort des Wiener Heiligen Clemens Maria Hofbauer nach Hradec Kralove, dem einstigen Königgrätz. Bei der Messe der Pilger in der Kirche von Tasswitz wies Bischofsvikar Msgr. Wilfried Kreuth auf die "kernige Frömmigkeit" des Heiligen hin. Er habe zu allen Bevölkerungsschichten "einen schnellen und offenen Zugang gefunden", zu den gebildeten Literaten ebenso wie zu den einfachen Leuten, sagte Kreuth.
In Königgrätz selbst konnten die Teilnehmer das Bischofsgebäude besichtigen, das im vergangenen Jahrzehnt mit massiver Hilfe aus St. Pölten restauriert worden war. Bis heute sind die Beziehungen zwischen St. Pölten und Königgrätz aufrecht geblieben. Bei der Messe in der Heilig-Geist Kathedrale mit Alt-Erzbischof Karel Otcenasek und Bischof Dominik Duka bedankte sich dieser für die langjährige Partnerschaft. Er hoffe, so Bischof Duka, dass auch in Zukunft diese Kontakte bestehen bleiben. In Hinblick auf die Wallfahrt der Völker am 22. Mai nach Mariazell, an der auch Gläubige aus der Diözese Königgrätz teilnehmen werden, meinte er, dass Europa auf seinem Weg in die Zukunft besonders der Führung des Heiligen Geistes bedürfe. Nach einer Besichtigung des angeschlossenen Pastoralzentrums, dem Albertinum und einer Stadtführung verabschiedeten sich die Pilger Richtung Tschenstochau.

In diesem zentralen Marienheiligtum Polens mit der Schwarzen Madonna feierten die St. Pöltner Wallfahrer eine heilige Messe. Der Rektor des Bildungshauses St. Hippolyt, Dr. Gottfried Auer, wies in seiner Predigt auf die Geschichte und das Werden dieses Wallfahrtsortes hin, zu dem jährlich mehrere Millionen Gläubige pilgern. Eine Führung durch das angeschlossene Kloster Jasna Gora mit Besichtigung der Schatzkammer ergänzte den Besuch dieses Ortes.
Beeindruckend und bedrückend erlebten die Pilger den anschließenden Besuch im ehemaligen Konzentrationsleger Auschwitz mit jener Zelle, in der 1941 die damaligen Machthaber Maximilian Kolbe verhungern ließen.

Des heiligen Florian gedachten die Wallfahrer mit einer heiligen Messe in der Florian-Kirche von Kleparz, einem Vorort von Krakau. Florian fand vor genau 1.700 Jahren in Enns-Lorch den Martyrertod, nachdem er von St. Pölten aus seinen verfolgten Glaubensbrüdern in Lauriacum-Lorch zu Hilfe geeilt war. In der Florian-Kirche von Krakau befindet sich eine Armreliquie des Heiligen, einst ein Geschenk des Papstes an einen polnischen Fürsten, um die Menschen in ihrem Glauben zu stärken. Bischofsvikar Msgr. Wilfried Kreuth stellte in seiner Predigt Florian als Vorbild auch für die heutige Zeit vor Augen: durch sein Handeln habe er Solidarität und Zivilcourage bewiesen, sagte er. Ein weiterer Höhepunkt war die Besichtigung des weithin bekannten Veit-Stoß-Flügelaltares in der Marienbasilika von Krakau.

In nahe gelegenen Ort Kalwaria befindet sich jene Marienkirche, zu der in seiner Jugend Papst Johannes Paul II. mit seinem Vater oft gepilgert war und die noch heute Ziel vieler Wallfahrer ist. In über 40 Kapellen ist in beeindruckender Weise eine Nachbildung des Leidens Jesu dargestellt. Der Abschluss dieses war dem Besuch des Ortes Wadowice, dem Geburtsort des Papstes und seines Geburtshauses gewidmet. Auf der Rückfahrt konnten die Wallfahrer noch die Stadt Olmütz mit der Kathedrale zum heiligen Wenzel besichtigen.


Kontakt: presse.stpoelten@kirche.at