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"Weltgebetstag der Frauen": Kamerun im Mittelpunkt

In mehr als 170 Ländern gemeinsames Gebet am 5. März

Kamerun steht dieses Jahr im Mittelpunkt des ökumenischen "Weltgebetstags der Frauen" (WGT), der traditionell am ersten Freitag im März begangen wird. Unter dem Motto "In Christus sind wir viele Glieder, aber ein Leib" werden heuer am 5. März in mehr als 170 Ländern der Erde Menschen aus verschiedenen christlichen Kirchen zum gemeinsamen Gebet zusammenkommen. Das Motto lautet heuer "Alles, was Atem hat, lobe Gott!" Für Österreich kündigen die Organisatorinnen Gottesdienste an rund 400 Orten an.


Die Liturgie für den Gebetstag wurde von Frauen aus Kamerun vorbereitet. Die Verfasserinnen laden dazu ein, ihr Land in seiner ganzen Vielfalt und Schönheit kennen zu lernen und in den Ruf einzustimmen: "Alles, was Atem hat, lobe Gott!" Den Anlass dafür finden die Frauen in der Schönheit und Vielfalt ihres Landes, in der Fruchtbarkeit und dem Reichtum des Bodens, in der Artenvielfalt der Pflanzen- und Tierwelt sowie im Miteinander der rund 250 Völker und Stämme Kameruns.

Der zentralafrikanische Staat hat sich im Vergleich zu anderen Staaten Afrikas bisher als stabil erwiesen. Die Verfasserinnen der Weltgebetstagsliturgie benennen aber auch das, was ihre Lebenssituation erschwert und ihnen den Atem und die Kraft zum Leben raubt: Gewalt, Korruption, wachsende wirtschaftliche Not, Benachteiligung von Frauen und Mädchen und die Ausbeutung der Ressourcen des Landes.

Bei den Gottesdiensten am Weltgebetstag wird immer für soziale Projekte gesammelt, heuer auch für zwei Aktionen in Kamerun: für Witwen in Buea sowie für Schulkinder in Kumbo. In der bergigen Region Lebialem im Südwesten von Kamerun bekommen Witwen Land und Betriebsmittel zur Verfügung gestellt. Landwirtschaftliche Schulungsprogramme, Rechts- und Gesundheitsberatung sowie HIV/AIDS- und Malaria-Programme ergänzen das Projekt. In Kumbo in Nordwest-Kamerun fördert der Weltgebetstag Waisenkinder durch die Übernahme des Schulgeldes.

Älteste und größte ökumenische Basisbewegung

Der "Weltgebetstag der Frauen" ist die älteste und größte ökumenische Basisbewegung. Er geht auf das Jahr 1887 in Nordamerika zurück und wird von katholischen, orthodoxen, evangelischen und freikirchlichen Christinnen gemeinsam begangen. Das Nationalkomitee in Österreich bilden neben der römisch-katholischen auch die evangelische Kirche A.B. und H.B., die evangelisch-methodistische, die altkatholische, die armenisch-apostolische Kirche sowie die Heilsarmee. Alljährlicher Höhepunkt ist die weltweite Feier eines ökumenischen Gottesdienstes am ersten Freitag im März. Jedes Jahr laden Frauen aus einem anderen Land zum Mitfeiern ihrer Liturgie ein.

Weltgebetstag

Bild: "Lob dem Ewigen", Reine Claire Nkombo, Yaoundé/Kamerun


Kontakt: presse.stpoelten@kirche.at