Gleichzeitig wird Prälat Schagerl, der zuletzt Finanzkammerdirektor der Diözese war, zum Moderator der Kurie gemäß can. 473 CIC 1983 bestellt.
(Aufgabe des Moderators der Kurie nach dem römischen Codex, Can. 473, ist es unter anderem, die Durchführung der Verwaltungsgeschäfte der Diözese zu koordinieren.)
Bischof DDr Klaus Küng begründet seine Entscheidung, Prälat Leopold Schagerl zu seinem Stellvertreter zu ernennen damit, dass er die Diözese gut kenne, Rückhalt im Diözesanklerus habe und sein Vertrauen besitze: "Für mich war wichtig, dass es jemand ist, der die Diözese gut kennt. Er war in den letzten Jahren Leiter der Finanzkammer und vorher im Bauamt. Er kennt alle. Mir war wichtig, dass er Rückhalt hat im Klerus. Ich habe mich davon überzeugt, dass er eine angesehene Priesterpersönlichkeit ist, und er hat auch Leitungserfahrung".
Leopold Schagerl wurde 1941 in St. Anton an der Jeßnitz geboren, besuchte das Stiftsgymnasium in Melk und absolvierte anschließend in St. Pölten sein Philosophie- und Theologiestudium. Am 29. Juni 1966 wurde Leopold Schagerl zum Priester geweiht.
Zunächst war er Kaplan in Mank und Gföhl, ehe er 1971 als Kaplan nach Oberwölbling kam, wo er 1973 Administrator und 1975 Pfarrer wurde. 1984 wurde er auch zum Dechant des Dekanates Oberwölbling gewählt.
Mit 1. März 1992 wurde Leopold Schagerl zum Direktor des Diözesanbauamtes bestellt und mit Wirkung vom 16. Februar 1994 zum Direktor der Finanzkammer der Diözese.
Prl. Leopold Schagerl ist seit 1994 Mitglied des Konsistoriums, dem obersten Beratungsgremium des Bischofs, Mitglied im Diözesanwirtschaftsrat, in den Kuratorien der Caritas, des Bildungshauses St. Hippolyt, der Pädagogischen Akademie und des Bildungshauses St. Benedikt in Seitenstetten.