Diözesanbischof besucht 14 Pfarren
Bischof Dr. Kurt Krenn besucht in diesem Jahr von April bis Ende Juni 14 Pfarren. Im Rahmen der Visitationen gibt es Gespräche mit den Priestern, dem Pfarrkirchen- und Pfarrgemeinderat sowie mit anderen aktiven Gruppen in der Pfarre. In jeder Pfarre feiert der Bischof mit den Gläubigen auch eine Festmesse und spendet das Sakrament der Firmung.

Drei Anliegen richtet Diözesanbischof Dr. Kurt Krenn in seiner Predigt an die Pfarren, die er besucht: Die Teilnahme an der Sonntagsmesse, die persönliche Beichte und den Religionsunterricht.

"Kommt jeden Sonntag in die Kirche" ruft der Bischof die Pfarrgemeinden auf. Dies sei zwar kein göttliches Gebot, "aber Christus hat uns durch seine Auferstehung einen neuen heiligen Tag geschenkt, den Sonntag". Die Kirche hat Wert darauf gelegt und die Teilnahme an der Sonntagsmesse als verpflichtend erklärt. "Nehmt auch eure Nachbarn und Freunde zur Heiligen messe mit", regt der Bischof an.
Als zweites großes Anliegen spricht der Bischof vom Sakrament der Buße: "Beichtet eure Sünden!". Es gibt heute so viel Verwirrung und Desorientierung, "weil der Mensch weder durch Erziehung, noch durch Kultur, noch durch Gesetzgebung angehalten wird, gut und böse zu unterscheiden". Unsere Gesellschaft müsse wieder ein Gewissen bekommen. "Wo das verlorengeht, dort macht man auch nicht mehr Halt vor der Tötung alten Lebens oder der Tötung durch Abtreibung", sagt der Bischof. "Wenn die Christen nicht beginnen, mit ihrem gebildeten Gewissen einzuschreiten, werden wir sehr bald ein Staat sein, in dem gut und böse nicht mehr unterschieden wird."
Als drittes Anliegen unterstreicht der Bischof die Bedeutung des Religionsunterrichts: "Unterstützt die Religionslehrer!" Religion sei wichtig, nicht für den Augenblick, doch "für die lange Zeit des Lebens". In diesem Fach erfahren die Kinder und Jugendlichen "die letzten Grundwahrheiten unseres Daseins".

Im Rahmen der Visitation spendet der Bischof auch Jugendlichen aus den Pfarren das Sakrament der Firmung. "Lasst den heiligen Geist in euch arbeiten und stört ihn nicht durch Sünde, Nachlässigkeit oder im Nachlaufen neuer Moden", spricht er die Frimlinge an. Auch den Firmpaten legt er nahe, ihre Aufgaben als Begleiter der ihnen anvertrauten Jugendlichen ernst zu nehmen.