Ein Haus, in dem die Menschen ihre Mitte finden
"Millennmiumskirche" von Stattersdorf feierlich geweiht

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung des Stadtteils St. Pölten-
Stattersdorf-Harland weihte Bischof Dr. Kurt Krenn am 17. September die neue Pfarrkiche. Neben zahlreichen Priestern aus der Diözese, vor allem aus dem Dekanat St. Pölten waren Vertreter der evangelischen, altkatholischen und methodistischen Kirche anwesend.
Neben Mag. Klaus Scheeberger als Vertreter des Landeshauptmanns wohnte Bürgermeister Willi Gruber und Vizebürgermeister Dr. Alfred Brader sowie weitere Vertreter des öffentlichen Lebens der Kirchweihe bei.

Die neue Pfarrkirche wurde mit einem Kostenaufwand von 35 Millionen Schilling errichtet, wobei die Pfarre 2 Millionen aufbrachte, das Land Niederösterreich 1 Million für die künstlerische Ausgestaltung beisteuerte und die Diözese 32 Millionen der Kosten übernahm. "Ein Beitrag", so Bischof Dr. Kurt Krenn, "den die Kirchenbeitragszahler der Diözese geleistet haben".

Ein Ort der Geborgenheit 
Das feierliche Kirchweihfest begann mit der Öffnung der Tore. Die vielen hundert Anwesenden fanden in der Kirche kaum Platz, obwohl der zentrale Kirchenraum um die Wochentagskapelle und um den Pfarrsaal erweitert wurden. Den Festgottesdienst feierten Bischof Dr. Kurt Krenn mit Prälat Johannes Oppolzer, der als Verantwortlicher für die Entwicklung kirchlicher Strukturen in der Landeshauptstadt auch den Anstoß für die Errichtung dieser Kirche gegeben hat, sowie Pfarrer Ernst Bergmann.
Architekt DI Wolfgang Pfoser übergab die Kirche mit dem Hinweis, dass diese Räume dem einzelnen, der Gruppe sowie der gesamten Pfarre Geborgenheit bieten mögen. Auch der Künstler Rudolf Gritsch nannte seinen Wunsch, dass niemand diese Kirche mit den gleichen Gedanken wieder verlassen möge, mit denen er sie betreten habe. Er hoffe, dass "in dieser Kirche jeder Kraft finden kann".

Eine Heimat für alle, die hier leben
In seiner Predigt bedankte sich Bischof Dr. Kurt Krenn bei allen, die am Bau dieses Gotteshauses beteiligt waren. Es sei der Wunsch der Pfarre selbst gewesen, diese Kirche der Auferstehung Christi zu weihen. Sie soll daher nicht nur ein Denkmal, sondern ein bleibendes Zeichen der Auferstehung Christi sein, wies der Bischof hin. Er erklärte diese Kirche für den Rest des Jahres zu einer besonderen „Jubiläumskirche“, in der die Gläubigen den "Jubiläumsablass" erlangen können. 
Wenn die Kirche auch von Menschenhand und Menschengeist erbaut worden sei, so sei sie dennoch ein Geschenk Gottes, wies der Bischof hin. Es soll ein Haus sein, in dem die Menschen der Pfarre ihre Mitte finden. Diese Kirche soll "Heimat für alle sein, die hier leben und auch für jene, die noch kommen", sagte Bischof Krenn und wies hin, dass die Bevölkerung in diesem Stadtteil mit derzeit 2.700 Gläubigen in Zukunft noch wachsen werde. Der Bischof rief die Anwesenden sodann auf, stets die Sonntagsmessen zu besuchen, regelmäßig zur Beichte zu gehen und den Religionsunterricht sowie die Glaubensfortbildung zu unterstützen. 
Nach seiner Predigt nahm der Bischof die Weihe des Altares und der gesamten Kirche vor. Die Reliquien für die neue Kirche wurden von der alten Kirche übernommen und sind nun im neuen Altar beigesetzt. Es sind dies die Reliquien der Heiligen Placidus, Vitalis und Theodora.