Festakt und Festmesse im Landhaus
Mit einem Festakt im Landtagssaal des NÖ Landhauses in St. Pölten feierte die Katholische Aktion den zweiten Tag ihres Jubiläumsfestes zum 50jährigen Bestehen.

Unter den Anwesenden Bischof Dr. Kurt Krenn, der Präsident der Kath. Aktion Österreichs, Dr. Christian Friesl, der Geistl Assistent der KAÖ, P. Eberhard Rauch, LR Mag. Wolfgang Sobotka in Vertretung des Landeshauptmannes und der Bürgermeister von St. Pölten, Willi Gruber. Weiters waren viele ehemalige Präsidenten und Vorsitzende der Gliederungen der Kath. Aktion gekommen, so Dr. Karl Dillinger, Karl Hochgatterer und DI Leo Prüller.

In ihrem Festreferat wies die Präsidentin der Katholischen Aktion Oberösterreichs, Margit Hauft hin, dass diese Organisation "keine kurzfristige Szene", sondern "ein Segen für das Land und die Kirche" sei. Die Katholische Aktion habe Verbindlichkeiten und sei zu einer "selbstverständlichen Gegebenheit" in der Kirche geworden. Sie sei weiters "Sauerteig und nicht Selbstzweck" und ein "Sammelbecken", in dem "Rosenkranzgebet wie auch feministische Frauenliturgie" ihren Platz finden. Diese "Buntheit der Katholischen Aktion" sei auch ein großes Aufgabengebiet und beruhe auf Toleranz, Dialogfähigkeit und Solidarität. Die Kath. Aktion müsse in der Kirche und Gesellschaft ein "konstruktiver Störenfriede" sein, sagte Hauft. 

Grußworte
Der Präsident der Kath. Aktion Österreichs, Dr. Christian Friesl nannte in seinen Grußworten die drei Herausforderungen für die Kath. Aktion. Er nannte die Glaubensvermittlung, die Solidarität und den Einsatz für die Weiterentwicklung der Kirche. Er wünsche, dass diese Laienorganisation auch weiterhin "mitten in der Gesellschaft und Kirche" stehe.
Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka bezeichnete die Kath. Aktion als ständige Kritikerin der Politik, als einen "Stachel im Fleisch". "Wir brauchen aber diese Kritik, um unsere Pflicht für die Menschen ständig zu verbessern", sagte er und verwies auf die gute Zusammenarbeit des Landes mit der Kath. Aktion der Diözese St. Pölten.
Auch Bürgermeister Willi Gruber lobte die Arbeit der Kath. Aktion und bezeichnete sie als "unverzichtbar für die Stadt St. Pölten". Sie sei nicht nur ein Bestandteil des religiösen, sondern auch des sozial-karitativen Lebens der Stadt. Vor allem unterstrich er das Engagement der Kath. Aktion im "Netzwerk der Solidarität", einer Initiative zur Vermittlung von Arbeitslosen.

Festmesse in der Leopoldskapelle
Den Abschluss des Festaktes bildete eine Messe mit Bischof Dr. Kurt Krenn in der Kapelle des Landhauses. In seiner Predigt betonte der Bischof, dass die Katholische Aktion mehr sei als nur eine Organisation. Das Engagement sei zwar wichtig, doch müsse dahinter der Glaube stehen. Der Bischof unterstrich in seiner Predigt, dass der Katholischen Aktion neben Laien auch der Bischof und Priester angehören und diese Bewegung "unter der Leitung des Bischofs" stehe.
Die Katholische Aktion sei eine Laienorganisation, weil in ihr die Laien ihre Berufung zum Apostolat wahrnehmen. Ihr stehe es aber nicht zu, "allein im Namen der Kirche aufzutreten" und "in Sachen des Glaubens zu lehren", wies er hin. In diesen Fragen sei der Platz der Katholischen Aktion "an der Seite des Bischofs und der Kirche". Es dürfe auch nicht sein, dass die Katholische Aktion "zur Speerspitze wird von Liberalismen, Homosexualität und zuchtloser liberalistischer Art, die Sexualität zu leben".
Auch geäußerte Kritik dürfe nicht am Anfang stehen, sagte der Bischof. Zuerst müsse man die Kirche hören, das in Liebe annehmen und dann erst kritisieren. "Wer das nicht einhält, ist lieblos und zerstört den Glauben", betonte er.
Zum Ausblick auf die Zukunft der Katholischen Aktion meinte der Bischof: "Ich hoffe, dass es in 50 Jahren noch eine 'KA' geben wird und wir wollen alles Gute und Richtige dafür tun". Die Zukunft brauche keine großen Worte, die Katholische Aktion müsse "sich nicht in alle Parameter der Gesellschaft einbringen". Und abschließend: "Unser Zukunft liegt darin: wenn nur Christus verkündigt werde!"