Eine Stunde der Gnade, der Freude und des Friedens

Bischof feierte in den Justizanstalten Stein und St. Pölten den Weihnachtsgottesdienst

Bereits zum neunten Mal feierte Bischof Dr. Kurt Krenn dieses Jahr die Weihnachtsmesse mit den Inhaftierten der Justizanstalten in Krems-Stein und in St. Pölten. 
Bei der Weihnachtsmesse in Krems-Stein drückte der Bischof seine Hoffnung aus, dass diese Feier für die Anwesenden „eine Stunde der Gnade, der Freude und des Friedens“ sein möge. In dem Satz des Liedes „Tauet Himmel den Gerechten“ sei die Sehnsucht einer Welt ausgedrückt, die selbst keine Hoffnung und keine Gerechtigkeit kennt. Gott aber sei gerecht und er sei für alle Menschen gekommen, wies der Bischof hin. Dies sei die Botschaft von Weihnachten. Der gerechte Gott sei auch der barmherzige Gott, denn Gerechtigkeit und Barmherzigkeit seien bei Gott dasselbe, sagte der Bischof. Jesus Christus rief alle Menschen auf, barmherzig zu sein, weil auch Gott barmherzig ist.
In seinen weiteren Worten drückte der Bischof die Gewissheit aus, dass Gott alles zum Guten wenden werde. Weil Gott in Jesus Christus Mensch geworden sei, seien alle Menschen auch zu Kindern Gottes geworden. „Dies ist die Frohbotschaft von heute“, sagte er.
Sodann rief der Bischof die Inhaftierten auf, ihre Chance zu nutzen und das Böse durch das Gute zu überwinden. "Ihr habt Sehnsucht nach Freiheit. Aber ihr könnt heute schon frei sein, wenn ihr das Gute tut“, sagte er. Jeder könne sein Leben immer wieder neu beginnen, denn es gebe immer wieder eine Chance, zum Guten zu gelangen, sagte der Bischof. Jedes Leben habe Stunden der Gnade und jede Stunde habe ihre Gnade.
Auch der Leiter der Justizanstalt Stein, HR Mag. Johann Hadrbolec, rief die Inhaftierten auf, die Zeit in der Justizanstalt als Chance zu nutzen, einen neuen Lebensweg zu finden und zu gehen.