Gedenkgottesdienst für Opfer von Wilhelmsburg
Pfarre Wilhemsburg trauert um Opfer der Gasexplosion

Mit einem Gedenkgottesdienst am 8. Dezember gedachte die Pfarrgemeinde Wilhelmsburg der Opfer der Gasexplosion am 2. Dezember, bei der ein ganzes Wohnhauses zerstört wurde und neun Menschen starben.

Neben den Menschen in der überfüllten Kirche, vornehmlich Angehörige und Ehrengäste - unter ihnen Landeshauptmann Erwin Pröll und Innenminister Karl Schlögl - nahmen hunderte Personen am Platz vor der Kirche an der Feier teil. Der gesamte Gottesdienst wurde auf Videowand vor die Kirche übertragen. Betroffenes Schweigen lag über dem ganzen Platz - nur die Klänge des Chores und die Worte der Redner waren dezent über die Lautsprecher zu hören.
Der Pfarrer des Ortes, P. Alberich Enöckl, verlas ein Telegramm des Papstes an die Hinterbliebenen der Opfer, in der dieser sein "tief empfundenes Mitleid" ausdrückte. Der Tod dieser Menschen könne vielleicht sagen, so P. Alberich, "lasst dieses Sterben nicht sinnlos sein. Bringt weiter die Frucht, die in den vergangenen Tagen aus dem Sterben eurer Lieben erwachsen ist". Und er rief die Gemeinde auf: "Lebt weiterhin so miteinander und füreinander wie in den vergangenen Tagen". Was bleibe, sei das Verschenkte, sei die Liebe, die Güte und die Hilfsbereitschaft. "Lassen wir die Frucht des in die Erde gesenkten Weizenkornes weiterwachsen", verwies P. Alberich auf ein Gleichnis in der Bibel hin.
Pfarrer Hantsch von der evangelischen Gemeinde sprach in Hinblick auf den vorweihnachtlichen Advent den Wunsch aus, dass in die verwundeten Herzen der Betroffenen "das wohltuende Kommen Gottes" einkehren möge.
Bezirkshauptmann Dr. Josef Sodar und Bürgermeister Walter Daxböck sprachen den Hinterbliebenen Trost aus und hoben in ihren Worten auch die Leistungen der Einsatzkräfte hervor, durch die es gelungen sei, zwei Menschen aus den Trümmern zu bergen.
Am Platz, wo einst das Wohnhaus gestanden hat, soll eine Gedenkstätte errichtet werden, versicherte Bürgermeister Daxböck.